‹usus›

2 x die Initialen ‹us› zusammengesetzt ergibt:
‹usus›. Uta Schneider & Ulrike Stoltz.
Seit nun schon über 30 Jahren arbeiten wir künstlerisch zusammen. Parallel verfolgt jede ihre eigenen Projekte.


Uta Schneider
1959 in Reutlingen geboren.
1979—1985 Studium Visuelle Kommunikation an der HfG Offenbach am Main.
Seit 1986 Bildende Künstlerin: Künstlerbuch, Zeichnung und Text-Installation.
Mitgründerin der Künstlerinnengruppe Unica T.
Seit 2002 Fortsetzung der künstlerischen Zusammenarbeit mit Ulrike Stoltz unter dem Namen ‹usus›.
1986—2000 Typografin, Buchgestalterin im Netzwerk ‹anakonda ateliers›.
1998 Fachhochschule Mainz, Buch/Design: Vertretungsprofessur, Grundlagen Typografie.
2000—2003 Fachhochschule Bibliothekswesen, Frankfurt am Main: Lehrauftrag Buchgestaltung.
2001—2011 Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, verantwortlich für die Wettbewerbe ‹Die schönsten deutschen Bücher› und ‹Schönste Bücher aus aller Welt›. Kuratorin von Spezialausstellungen.
Seit März 2012 selbständig als Dozentin, bildende Künstlerin und Gestalterin.

Mitgliedschaften
tgm Typografische Gesellschaft München
Deutscher Künstlerbund e.V.
Bund Offenbacher Künstler e.V.

Jurymitarbeit
Kuratorium Gutenbergpreis der Stadt Mainz 2003, 2005
Kuratorium Gutenbergpreis der Stadt Leipzig 2002, 2004, 2006

Die schönsten estnischen Bücher, Tallinn 2004

Schönste Bücher aus aller Welt, Stiftung Buchkunst, Leipzig 1997

Die schönsten deutschen Bücher, Stiftung Buchkunst, Frankfurt am Main 1999

Kunstpreis des Neuen Kunsthauses, Ahrenshoop 1999

Sonstiges
2005—2015 Mitglied des Beirats Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop

Ulrike Stoltz
Künstlerin mit den Schwerpunkten Buch, Typografie, Text (Lyrik, Anagramme), Klang.
Professorin für Typografie und Buch an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.


‹usus›:
Uta Schneider &
Ulrike Stoltz

Wie fängt Zusammenarbeit an? Sie hat keinen Lebenslauf, aber eine Geschichte. An der gleichen Hochschule zu studieren, heißt zunächst nicht mehr als sich flüchtig zu kennen. Und dann?

Wie wir ein gemeinsames Atelier suchten und einen Raum voller Gebrauchtreifen fanden. Wie wir keine zwei Wochen später diese Anzeige in der Zeitung fanden: »kpl. Hand-Setzerei z. verk.« Wie wir bei trübem Kellerlicht auf die Frage, was wir denn damit machen wollten, ohne nachzudenken gleichzeitig antworteten: Bücher!

Wie wir den Atelierhimmel voller Buchseiten hängen hatten. Wie wir gezielt Makulatur produzierten, um sie irgendwann für ein Buch zu verwenden. Wie es dann Jahre dauerte, bis dieses Buch zustande kam.

Wie ich bei all diesen Arbeiten nicht mehr weiß, was von mir ist und was von dir. Wie nach so viel Nähe eine Pause auszuhalten war und was in der Distanz geschah. Wie wir aus dieser Distanz heraus und über sie hinweg einen zunächst wortlosen Dialog führten.

Wie wir wieder nach England fuhren, diesmal mit zwei Rucksäcken voller Farben, Papiere, Pinsel und Stifte. Wie wir uns nach wie vor inspirieren. Wie viel wir voneinander gelernt haben. Wie ein Ende nicht abzusehen ist. Wie wir gemeinsam zur See fuhren ...